Hilfe bei Schreibblockaden

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Aller Anfang ist Schwer – Aber Anfangen ist Alles!

“Aller Anfang ist schwer,” sagt ein altes deutsches Sprichwort. Und Schreiben ist schwer, weil es verlangt, dass wir all die Gedanken und Ideen, die gleichzeitig und komplex in unseren Kopf passen, zweidimensional und hintereinander auf das Papier bringen sollen. Mit dem Schreiben anzufangen ist daher für alle – auch für Muttersprachler – immer ein Schritt, der Überwindung kostet.

Wer kennt das nicht – da sitzt man und starrt auf den Bildschirm, und das Einzige, was sich bewegt, ist der Cursor. Und dann kommt der Bildschirmschoner und wieder sind 20 Minuten vergangen. Oder Sie bilden sich ein, Sie müssten erst die Küche putzen oder am Bahnhof Ihre Lieblingszeitschrift holen, oder sich erst noch einen heißen Kakao oder Kaffee zubereiten, bevor Sie dann endlich von der Muse heimgesucht werden und schreiben können. Andererseits wäre eine Runde Joggen jetzt auch nicht schlecht, denn die Sonne scheint gerade……..oder doch schnell noch telefonieren….?

Hilft alles nichts — bleiben Sie vor dem Bildschirm sitzen und fangen Sie an zu tippen.

Sind Sie wirklich überzeugt, dass Sie diese Hausarbeit nicht schreiben können? Schreiben Sie genau das – und erklären Sie warum. Es gibt nämlich zu viele Einzelpunkte – zählen Sie sie auf. Und dann gibt es noch diese und jene Tatsachen, die Sie noch nicht richtig einordnen können…und Sie haben keine Ahnung, wie Sie dies und jenes unterbringen sollen…schreiben Sie genau das auf – so, wie es kommt, ohne Zensur — und ohne Nachschlagen. Benutzen Sie so viele deutsche Wörter wie es geht – was nicht geht wird zunächst auf Englisch eingefügt. Und ruckzuck haben Sie eine halbe oder ganze Seite gefüllt. Löschen Sie das Überflüssige weg und schreiben Sie an den Stellen weiter, die Ihnen am besten gefallen — und nun ist der Bildschirm nicht mehr leer — Sie haben angefangen.

Aller Anfang ist schwer, ja. Aber Sie müssen den angsteinflößenden ersten Satz nur ein einziges Mal schreiben. Niemand sagt, dass der erste Satz, den Sie in der ersten Phase schreiben, der erste Satz bleibt. Sie brauchen ihn nur, damit der Anfang gemacht ist. Danach geht es weiter — das verspreche ich Ihnen — und vergessen Sie nicht das andere deutsche Sprichwort:

“Übung macht den Meister”!

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